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Mentoring-Paare im Gespräch: Christine Hofmann und Simone Karlstetter

Der VDBIO befragte ein erfolgreiches Mentoring-Paar aus der Runde 2021/22 zu seinen Erfahrungen als Mentorin und Mentee im Early and Mid-Career Mentoring Programme (EMMP). Wie haben sie die Beziehung gestaltet, wie hat das Mentoring ihr Leben verändert und welchen Rat geben sie anderen Mentoring-Paaren?

 

Gut planen - aber auch flexibel bleiben!

Interview mit Christine Hofmann, ILO, und Simone Karlstetter, IOM

Mentorin C. Hofmann

Christine Hofmann, Mentorin, arbeitet bei der International Labour Organisation (ILO), wo sie ein kleines Team im Bereich sozialer Inklusion für Berufsbildung leitet.

Mentee Simone Karlstetter

Simone Karlstetter, Mentee, arbeitet bei der International Organization for Migration (IOM) in Deutschland, wo sie das Team "Donor Relations and Resource Mobilization" leitet. Bis Mitte November 2022 war sie Senior Strategic Advisor on Security Sector Reform (SSR) Coordination bei der EU Advisory Mission in Erbil, Kurdistan Region, Irak.

Warum habt ihr am Mentoring-Programm des VDBIO teilgenommen und was waren eure Erwartungen an das Programm?

Christine Hofmann: Neben dem des VDBIO nehme ich auch an Mentoring-Programmen bei der ILO und im Alumni Netzwerk meiner ehemaligen Universität teil. Ich lerne gern Leute außerhalb meines Arbeitsumfeldes kennen. Zudem schätze ich die spannenden Sessions, die man im Austausch mit Mentees haben kann. Ich wollte einen Einblick in ein anderes Arbeitsumfeld bekommen und mich mit einer neutralen Außenperspektive befassen. Als Mentorin kann man so auch etwas für das eigene Umfeld mitnehmen. Langfristig kann man versuchen, ein Netzwerk aufzubauen. Allerdings ist es nicht immer so einfach, langfristig in Kontakt zu bleiben.

Simone Karlstetter: Ich habe missionsintern zum 1. Januar 2022 eine neue Stelle als Beraterin begonnen und wollte mich mit dem Mentoring besser darauf vorbereiten, um "in der neuen Stelle anzukommen" und über kurzzeitige Verträge hinaus Berufsperspektiven zu entwickeln. 
Im Laufe des Mentoring hat sich dann herausgestellt, dass das "Ankommen in der neuen Rolle" weitaus weniger wichtig war als andere Aspekte, z.B. ein professioneller Austausch über Herausforderungen am Arbeitsplatz.

 

Haben sich eure Erwartungen erfüllt?

Simone Karlstetter: Sie wurden übertroffen!

Christine Hofmann: Meine Erwartungen mit Simone wurden auch erfüllt. Simone hat im Irak in einem spannenden Umfeld gearbeitet. Unsere beruflichen Laufbahnen haben uns in der Vergangenheit beide nach Kairo verschlagen. Somit hatten wir diesbezüglich eine Gemeinsamkeit und konnten uns beide über unsere Erfahrungen in Kairo austauschen.

 

Welche Themen wurden angesprochen?

Christine Hofmann: Zu Beginn der EMMP-Runde hat Simone eine neue Stelle angefangen und wir haben uns über das „Ankommen im neuen Job“ ausgetauscht. Während des Mentorings hatte Simone eine knifflige Situation zu bewältigen. Weitere Themen waren Leadership, Stärken und Schwächen sowie Berufsperspektiven.

Simone Karlstetter: Wir hatten vereinbart, dass ich als Mentee die Initiative ergreifen würde und stets ein Thema für die Gesprächsstunde vorschlagen würde. Das hat sehr gut funktioniert. So tauschten wir uns regelmäßig zu verschiedenen Themen aus (s. auch oben), z.B. auch zu "was es braucht, um Führungskraft zu werden".

 

Wie oft habt ihr euch getroffen?

Christine Hofmann: Wir haben uns alle sechs Wochen virtuell getroffen und die Themen jeweils im Vorfeld festgelegt.

Simone Karlstetter: Ursprünglich hatten wir vereinbart, dass wir uns alle drei bis vier Wochen treffen, in der Praxis ist daraus dann recht schnell alle sechs Wochen geworden. Wir haben uns später im Sommer auch persönlich kennengelernt. Das lief so super, dass drei Stunden (!) im Nu verflogen.

 

Was hat sich durch das Mentoring für die Mentee konkret verändert?
Simone Karlstetter: Als Mentee hatte ich durch das Mentoring einen wunderbaren Raum zum professionellen Austausch und zur Reflexion, die mir sehr wertvolle und wichtige Impulse für meinen weiteren Berufsweg gaben. Dafür bin ich Christine von ganzem Herzen dankbar!

 

Gab es auch für den Mentor einen positiven Effekt?

Christine Hofmann: Simone hat zum Ende der Mentoringrunde eine neue Stelle bei der International Organisation for Migration (IOM) bekommen. Es ist aber nicht immer einfach, zu sagen, wie wichtig der Mentoring-Prozess dabei war.

 

Welchen Rat gebt ihr anderen Mentoring-Paaren, um eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung aufzubauen?

Christine Hofmann: Es ist wichtig, Vertrauen aufzubauen und Meinungen menschlich zu äußern. Wir sind ja auch alle nur Menschen. Zudem ist es wichtig und hilfreich, wenn man sich im Vorfeld auf Themen einigt, die man besprechen möchte.

Simone Karlstetter: Klare Erwartungen zu Anfang kommunizieren; gut planen aber nichtsdestotrotz auch ein Stückchen flexibel bleiben.

 

Interview: Franziska Krüger

(veröffentlicht im Dezember 2022)


 

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